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Service 5/2022

Nachhaltiges Weihnachtsfest

Grüne Weihnachten

„Weiße Weihnachten“ sind Inbegriff von Romantik. Leider sind grüne Festtage deutlich wahrscheinlicher. Aber wenn schon grün, dann richtig! 10 Tipps für ein nachhaltigeres Fest.

Der Weihnachtsmann bringt Geschenke mit dem Lastenrad.
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  1. Adventskalender: Für den Adventskalender sind viele auf der Suche nach Kleinstgeschenken, die sie dann alle noch mal einzeln einpacken. Schon haben wir wahnsinnig viel Müll produziert. Viel besser ist da eine Girlande aus Stoffsäckchen, die jedes Jahr neu befüllt werden kann – und auch noch hübsch aussieht.
  2. Plätzchen: backen Wer Stollen, Lebkuchen und Zimt­sterne im Supermarkt kauft, kauft immer auch die Verpackung. Selberbacken reduziert den Müll und spart nebenbei Heizkosten. Und wer dann noch Fairtrade- sowie Bioprodukte einkauft und Pflanzenmargarine statt Butter einsetzt, macht Weihnachten wieder ein Stückchen grüner.
  3. Mobilität: Weihnachtszeit ist Reisezeit: erst zu den Eltern, dann zu den Schwieger­eltern und danach womöglich auch noch in Urlaub. Statt im Stau auf der Autobahn zu stehen, kann man sich auch in den Zug setzen. Selbst wer zum und vom Bahnhof ein Taxi braucht, verbessert so seine Klima­bilanz.
  4. Dekoration: Zur Weihnachtszeit sind die Schaufenster voll mit jeder Menge hübscher Dinge – vom Plastik-Rentier bis zum neuen Baumschmuck. Alles nicht nötig, denn eigentlich bietet doch die Natur die schönste Weihnachtsdekoration: Wie wäre es dieses Jahr mit ein paar Tannenzweigen, geschmückt mit Strohsternen und Kerzen? Oder einem Stück Moos mit Anissternen und Orangenscheiben? Und wenn es doch eine Lichterkette sein soll, dann bitte eine mit energieeffizienten LED-Leuchten und mit Zeitschaltuhr.
  5. Heizen: Zugegeben, übers Heizen haben wir in den vergangenen Wochen schon genug geredet. Aber gerade an Weihnachten kann man die Heizung noch mal deutlich runterdrehen. Denn viele Leute in einem Raum, dazu Kerzen und Glühwein, da wird es einem ganz von allein warm – nicht nur ums Herz.
  6. Weihnachtsbaum: Statt für ein paar Wochen einen Baum zu fällen, kann man auch einen Weihnachtsbaum im Kübel mieten oder kaufen und anschließend in den Garten setzen. Eine verantwortungsvolle Alternative zum konventionellen Plantagenbaum ist ansonsten ein Öko-Baum oder einer aus dem regionalen Forst. Noch besser: ein Baum aus Holzlamellen, der jedes Jahr neu geschmückt werden kann.
  7. Essen: Gans mit Rotkohl oder Rouladen mit Kartoffelknödeln sind echte Klassiker fürs Weihnachtsessen – zumindest bei Oma. Doch Maronen-Nussbraten mit Steinpilzsoße oder Pilzpolenta im Wirsingmantel mit Cranberry-Chutney hören sich nicht weniger festlich an. Vegan-vegetarisch zu kochen tut der festlichen Stimmung bestimmt keinen Abbruch und schont das Klima.
  8. Schenken: Jedes Jahr nehmen wir uns vor, es nicht zu tun. Und am Ende machen wir es doch: irgendetwas kaufen. Irgendetwas Nettes, was der oder die Beschenkte gebrauchen könnte – das am Ende aber doch irgendwie überflüssig ist. Nachhaltiger sind Erlebnisse statt Dinge. Und wenn Dinge, dann gebrauchte: aus dem eigenen Haushalt oder aus dem Secondhand-Handel. Auch gut: spenden statt schenken.
  9. Einkaufen: Auch das ist nichts Neues und doch ertappen wir uns immer wieder dabei, es nicht zu beherzigen: im lokalen Einzelhandel einzukaufen statt online zu bestellen. Ja, das Online-Geschenke-­Shopping mag bequemer und günstiger sein. Aber erstens wollen wir ja eh weniger kaufen und zweitens retten wir mit Bequemlichkeit nicht das Klima. Und unabhängig von der CO2-Bilanz ist es nachhaltig, den lokalen Einzelhandel zu stärken.
  10. Geschenke verpacken: Auch beim Verpacken kann man jede Menge Müll vermeiden. Seine Weihnachtsgeschenke in alte Zeitungen, Zeitschriften, Bücher oder Kalender zu stecken, ist nicht nur gutes Recycling, sondern bringt auch Kreativität und Individualität unter den Weihnachtsbaum.

Katharina Garus 

fairkehr 5/2022