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Magazin 5/2022

Einwurf

Kommt nach dem 9-Euro-Ticket das Tempolimit?

Foto: VCDDie VCD-Bundesvorsitzenden Kerstin Haarmann und Matthias Kurzeck

Oft kommt es anders, als man denkt. Bestes Beispiel dafür war die Einführung eines deutschlandweit gültigen 9-Euro-Tickets für den Nahverkehr. Eine Sturzgeburt aus einer nächtlichen Koalitionsrunde, um der Benzinverbrauchsprämie – sprich: dem Tankrabatt – etwas Gutes für die Nutzer*innen des öffentlichen Verkehrs beizustellen. Inhaltlich ein Durchbruch, der erstmalig die Kleinstaaterei der Tarifgebiete beendet, den ÖPNV in aller Munde gebracht hat und – wo genügend Züge und Busse fahren – erhebliche positive soziale Effekte hatte. Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit könnte 2023 auch ein Tempo­limit von 120 km/h auf Autobahnen kommen, weil Bundesfinanzminister Christian Lindner es den GRÜNEN als vergiftetes Angebot gegen die Verlängerung der AKW-Laufzeiten präsentiert! Es wäre ein schäbiger Kuhhandel! Wir als VCD würden die Erfüllung unserer jahrzehntealten Forderung von Tempo 120  natürlich begrüßen. Dazu gehört selbstverständlich Tempo 80 auf Landstraßen und Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit – für die Verkehrswende. Allerdings ausdrücklich ohne Aufweichung des endgültigen Atom­ausstiegs! Dafür  müssen GRÜNE und SPD ab März 2023 sorgen. Ohne Wenn und Aber.

Kerstin Haarmann, Matthias Kurzeck
VCD-Bundesvorsitzende

fairkehr 5/2022