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Magazin 4/2022

Unfallstatistik

Zahl der Verkehrstoten erheblich gestiegen

Eine zersplitterte Glasscheibe vor einer Straße

1 238 Menschen sind von Januar bis Juni 2022 auf deutschen Straßen bei Unfällen gestorben, 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das meldet das Statistische Bundesamt. Zudem gab es 20 Prozent mehr Verletzte, genauer sind das 163 800 Menschen, 26 652 davon wurden im Straßenverkehr schwer verletzt. In den letzten zwei Jahren waren die Verkehrsunfallzahlen auf einen historischen Tiefstand gesunken. Der Grund: Die Pandemie. Lockdowns und Homeoffice führten zu weniger Verkehr auf den Straßen und damit auch zu weniger Unfällen. Jetzt gehen die Zahlen wieder in die Höhe.  Betrachtet man die letzten zehn Jahre, ist kein signifikanter Rückgang der Unfallzahlen erkennbar. 

Der VCD fordert die Umsetzung der „Vision Zero“, der Vision von null Verkehrstoten. Straßenräume müssen so  gestaltet werden, dass sie menschliche Fehler verzeihen, Kreuzungen so umgebaut sein, dass sie folgenschwere Kollisionen verhindern und insbesondere  die schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen, also Fußgänger und Radfahrerinnen, schützen. Denn diese sind bei Unfällen besonders gefährdet. Jeder Mensch, der im Straßenverkehr verletzt wird oder zu Tode kommt, ist einer zu viel.

fairkehr 4/2022