fairkehr VCD-Magazin für Umwelt, Verkehr, Freizeit und Reisen

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Radfahrende sind auf der Rue de Rivoli in Paris unterwegs.
Foto: Tim Albrecht
Meteorologe Özden Terli steht vor der Wetterkarte.
Foto: ZDF/Torsten Silz
Ein Regionalzug fährt über eine Brücke über den Fluss Sieg.
Foto: Uta Linnert

VCD aktiv 3/2022

VCD-Aktion

VCD-Kampagne für Mobilitätsgarantie und -gerechtigkeit

Der VCD setzt sich mit einer Kampagne dafür ein, dass Menschen ihre Wege deutschlandweit gut ohne Auto zurücklegen können.

Mobilität für alle, unabhängig von Alter, Gesundheit, Herkunft und Geldbeutel: Der VCD setzt sich für sozial-gerechte Mobilität ein.

Wegen der hohen Inflation will die Bundesregierung mit Tankrabatt und 9-Euro-Ticket die Mobilität der Bürger*innen gewährleisten. Doch viele Menschen profitieren von den Vergünstigungen nicht. Sie haben kein Auto, können den ÖV mangels Barrierefreiheit nicht nutzen oder wohnen dort, wo Bus und Bahn nicht fahren. Der VCD fordert daher von der Politik eine Mobilitätsgarantie und bündelt seine Aktionen in einer Kampagne für die soziale Verkehrswende.

Dominik Fette ist neuer VCD-Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität.

Kernstück der Kampagne ist eine Online-Aktion, an der bereits mehr als 1 600 Menschen teilgenommen haben. Ausgehend von der Eingangsfrage „Sind Sie vom Auto abhängig?“ visualisiert eine Online-Karte, in welchen Regionen in Deutschland ohne Auto kein Fortkommen möglich ist und wo man mit Bus, Bahn, Fahrrad und Füßen gut unterwegs ist. „Anhand unserer Karte können wir der Politik zeigen, wo sie am dringendsten Alternativen zur Automobilität schaffen muss“, sagt VCD-Sprecher Dominik Fette.

Katharina Klaas arbeitet beim VCD als Projektmitarbeiterin mit dem Schwerpunkt „soziale Verkehrswende“.

Das Herz der Mobilitätsgarantie ist ein bundesweites Recht auf einen barrie­refreien und bezahlbaren ÖPNV – nicht nur in den Städten. Auch Vororte und ländliche Räume müssen an Bus und Bahn angeschlossen werden. Für Orte ab 200 Einwohner*innen fordert der VCD einen Stundentakt. In den Randzeiten können kleine Gemeinden mit On-Demand-Verkehren angeschlossen werden. Zudem müssen Bürgersteige überall in der Republik breit genug für Begegnungen und frei von parkenden Autos sein. Es gilt, Radverkehrsnetze innerhalb von Städten und Gemeinden zu schaffen sowie Radwege von Ort zu Ort.

Hier finden sie die Aktivitäten des VCD im Rahmen seiner Kampagne und Porträts von Menschen, die von Mobilitätsarmut betroffen sind.

fairkehr 3/2022