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Magazin 3/2022

VCD-Aktion

Der VCD demonstriert für die Verkehrswende

Bonner VCD-Vorstand trifft VCD-Bundesvorsitzende auf der Demo: Raimund Gerber, Rainer Bohnet und Kerstin Haarmann (von links).

„Klimaschutz bewegt uns – Dich auch?“ Unter diesem Motto versammelten sich Ende Mai 700 Menschen auf der Bonner Hofgartenwiese. Für den Mitveranstalter VCD forderte die Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann als Rednerin ein schnelles Umdenken in Richtung einer sozialen und gerechten ­Mobilität, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt – und nicht die Autos. Priorität müsse der Klimaschutz haben, sagte sie.

Das hörten die Menschen aus Bonn und dem Umland gern, denn sie demonstrierten nicht nur an diesem Tag auch lautstark gegen die geplante massive Erweiterung der A565 mitten durch das Bonner Stadtgebiet. Der örtliche VCD, aber auch die Stadt selbst wollen den sechsspurigen Ausbau verhindern. „Mehr als 300 000 Quadratmeter Grünfläche würden im Stadtgebiet neu versiegelt“, sagt VCD-Vorstandsmitglied Raimund Gerber, „und dann will die Autobahn GmbH auch noch eine völlig neue Autobahn wenige Kilometer nördlich, die sogenannte Rheinspange A553, in die Landschaft betonieren.“ Gleichzeitig sei für die Erweiterung der umweltfreundlichen Schiene zwischen Bonn und Köln im Bundesverkehrswegeplan nichts eingeplant, sagt Vorsitzender Rainer Bohnet.

Wirklich stoppen kann solche umweltschädlichen und klima­feindlichen Autobahnprojekte nur der Bundestag. Denn was einmal im Bundesverkehrswegeplan steht, ist Gesetz. Diese Großprojekte gehörten auf den Prüfstand, fordert der VCD. Doch beim Autobahnbau gibt es für den Bundesverkehrsminister bisher kein Halten – auch nicht für den Klimaschutz.

fairkehr 3/2022