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Magazin 3/2022

E-Mobilität

Berliner Laternen werden zu Ladesäulen

Die Straßenlaternen-Ladesäule „Heinz“ hat ubitricity speziell für den deutschen Markt entwickelt.

Der Platzbedarf von Ladesäulen für Elektroautos ist immer wieder Streitthema, denn oftmals werden sie auf Fußwegen platziert. So stellen sie ein Hindernis für Fußgängerinnen und Fußgänger dar, die meist ohnehin zu wenig Platz haben. Eine Lösung für das Problem sind Ladesäulen, die in bestehende Laternenpfähle integriert werden.

Die Stadt Berlin geht mit dieser Idee jetzt einen Schritt weiter: Mindestens 200 Laternen im gesamten Stadtgebiet sollen zu Ladepunkten umgerüstet werden. Dafür hat die Stadt das Berliner Unternehmen ubitricity beauftragt, ein Tochter­unternehmen der Shell Gruppe. ubitricity ist ein Vorreiter auf diesem Gebiet und hat schon über 5 000 Ladepunkte an Laternen in Großbritannien installiert. Die ersten deutschen Laternenladepunkte werden nun über den Sommer in den Berliner Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Marzahn-Hellersdorf installiert.

Die Zahl der Elektrofahrzeuge in Berlin wächst beständig und lag im März 2022 bei rund 20 000 rein batteriebetriebenen Autos und rund 19 000 Plug-in-Hybriden. Die Berliner Senatsverwaltung rechnet bis 2025 mit einem Bedarf von 5 000 bis10 000 Ladepunkten im öffentlichen Raum. Insgesamt 1 000 davon sollen als Ladepunkte in Straßenlaternen integriert werden. Mit dem Auftrag über 200 dieser Ladepunkte macht sich die Senatsverwaltung auf den Weg, dieses Ziel zu erreichen.

fairkehr 3/2022