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Auf dieser Montage ist eine Seilbahn in Bonn vor dem Hochhaus Posttower zu sehen.
Foto: Uta Linnert, iStock/Dikuch, Montage Marcus Gloger
Kinder spielen auf der Straße im autofreien Quartier in Köln-Nippes.
Foto: Nachbarn60 e. V.
Eine Carsharing-Station mit zwei Autos.
Foto: Manuela Meyer/cambio

Magazin 2/2022

Neue Studie

Homeoffice trägt zum Klimaschutz bei

Ein Schreibtisch mit Laptop, Schreibtischlampe und Kleinkram steht vor einer gräulichen Wand.
Den Arbeitsplatz ins eigene Zuhause zu verlagern hat sich für viele Menschen während der Pandemie zur Normalität entwickelt.

Dass viele Menschen 2021 ganz oder teilweise aus dem Homeoffice gearbeitet haben, hat im Vergleich zu 2017 38 Milliarden Kilometer an Arbeitswegen eingespart. 93 Prozent dieser Wege werden normalerweise mit dem Auto zurückgelegt, das sind rund 35 Milliarden Kilometer. Jeder im Auto gefahrene Kilometer führt dabei zum Ausstoß von 202 Gramm CO2-Äquivalenten. Das macht also rund 7,2 Millionen Tonnen Treibhausgasausstoß auf Pedelwegen, und bietet damit viel Potenzial für mehr Klimaschutz.

Das Öko-Institut hat diese Einsparungspotenziale nun in einer neuen Studie den möglicherweise steigenden Energieverbräuchen zu Hause gegenübergestellt. Ergebnis: Selbst wer seinen Arbeitsplatz komplett neu ausrüstet und ihn zusätzlich zum Büro beheizen und beleuchten muss, kann durch die eingesparten Wege noch zum Klimaschutz beitragen. Wer einen Firmenlaptop nutzt und sein Büro in der ungenutzten Zeit nicht beheizt und beleuchtet, verbraucht noch deutlich weniger. Das Öko-Institut empfiehlt deshalb, auch nach der Pandemie einen Mix aus Homeoffice- und Bürotagen beizubehalten. Dadurch könnten selbst im konservativsten Szenario rund eine Million Tonnen Treibhausgase pro Jahr eingespart werden.

fairkehr 2/2022

Cover der fairkehr 2/2022 zum Thema "Parkraum"