fairkehr VCD-Magazin für Umwelt, Verkehr, Freizeit und Reisen

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Auf dieser Montage ist eine Seilbahn in Bonn vor dem Hochhaus Posttower zu sehen.
Foto: Uta Linnert, iStock/Dikuch, Montage Marcus Gloger
Kinder spielen auf der Straße im autofreien Quartier in Köln-Nippes.
Foto: Nachbarn60 e. V.
Eine Carsharing-Station mit zwei Autos.
Foto: Manuela Meyer/cambio

Magazin 2/2022

München

Futuristische Schwebebahn — Mobilität der Zukunft?

Das Bild zeigt eine grafische Darstellung der zukünftigen Ottobahn. Oben sind die Schienen der Schwebebahn vor blauem Himmel zu sehen, unten eine Straße und ein breiter Bürgersteig
So könnte die Ottobahn aussehen, wenn sie durch unsere Städte schwebt.

Gondeln, die an Schienen zehn Meter über unseren Köpfen fahren, die ähnlich wie ein Taxi individuell bestellt werden und ihre Fahrgäste unkompliziert von Tür zu Tür bringen – so stellt sich das Münchener Start-up Ottobahn GmbH die Mobilität der Zukunft vor. Niemand müsste mehr im Stau stehen oder überfüllte Busse und Umwege in Kauf nehmen, der Straßenraum könnte zurückgebaut und in Grünflächen umgewandelt werden.

Das System der Ottobahn funktioniert ähnlich wie eine Schwebebahn, mit dem Unterschied, dass alle Fahrgäste ihre eigenen Gondeln bekommen und es weder feste Routen noch Haltestellen gibt. Wer mitfahren möchte, bestellt sich eine Gondel, die sich dann am gewünschten Abholort zum Boden absenkt. Eine Software steuert die Gondel dann auf dem straßennetzähnlichen Schienensystem zum Zielort.
Bisher funktioniert diese Vision nur am Computer, doch in Taufkirchen bei München entsteht seit März die erste Teststrecke für die Ottobahn in der realen Welt. Hält das System dem Test stand, hätten bereits mehrere Städte Interesse an dem Verkehrsmittel bekundet, wie das Start-up mitteilte. Ob die Bürger*innen ähnlich enthusiastisch reagieren werden, bleibt abzuwarten.

fairkehr 2/2022

Cover der fairkehr 2/2022 zum Thema "Parkraum"