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Am blauen Himmel fliegt ein Flugzeug, dass Kondensstreifen hinterlässt.
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Das Atoll, dass zum Inselstaat Palau gehört, liegt mitten im Pazifik.
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Eine gelbe Lieferdrohne trägt ein Päckchen.
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Kaufberatung

Darauf sollten Sie beim Kauf von Kinderfahrrädern achten

Die fairkehr-Redaktion gibt Tipps, worauf sie beim Kauf von Kinderfahrrädern unbedingt achten sollten.

Eine Übersicht mit Nahaufnahmen von Fahrradteilen.
Fotos: Marcus Gloger
  1. Damit das Kind auch im Dunkeln sicher unterwegs ist, muss das Rad mit einer Lichtanlage ausgestattet sein. Zu den Woom-Rädern kann man sich optional Stecklichter kaufen, die anderen Räder sind bereits ab Werk mit Vorder- und Rücklicht ausgestattet – das Puky sogar mit Standlicht sowie Automatiksensor und das S‘COOL E-Trox mit Bremslichtfunktion.
  2. Sowohl das S‘COOL chix als auch das Puky kommen mit Nabendynamo daher. Für die Ausleuchtung der Straße ist das gut, für das Gewicht des Fahrrads nicht. Die Lampe des S‘COOL E-Trox zieht den Strom aus dem Akku. Eine smarte Lösung, solange dieser Saft hat.
  3. Beim Blick auf die Mäntel sollte man den Einsatzzweck im Auge behalten. Wer mit dem Rad auch auf Wiesen und im Wald unterwegs sein möchte, sollte ein gröberes Profil wählen, wie an den Wooms oder am Puky. Auf Asphalt rollen und haften glattere Profile besser.
  4. Eine Federgabel erhöht das Gewicht eines Fahrrads nicht unerheblich. Sie ist deswegen höchstens bei größeren Kindern sinnvoll und wenn diese auch tatsächlich auf ruppigem Untergrund unterwegs sind.
  5. Für den Schulranzen, das Musikinstrument und die Sporttasche braucht das Fahrrad einen Gepäckträger. Serienmäßig war von unseren Testrädern nur das S‘COOL chix entsprechend ausgestattet. Alle anderen Räder hatten Gewindebohrungen für eine optionale Anbringung.
  6. Fahrradständer ist nicht gleich Fahrradständer! Am S‘COOL chix war er eher wackelig, an Puky und S‘COOL E-Trox deutlich solider. Die Woom-Räder dagegen werden ganz ohne Ständer ausgeliefert.
  7. Kommen Höhenmeter ins Spiel, ist eine Gangschaltung sinnvoll. Auch bei Kinderrädern stellt sich dann die Frage: Naben- oder Kettenschaltung? Eine Nabenschaltung ist wartungsarm und robust, dafür teurer und schwerer als eine Kettenschaltung. Die wiederum ist defektanfälliger bei Stürzen und bei einem zu sorglosen Umgang mit dem Rad.
  8. Das koordinierte Zusammenspiel aus Schalten und Treten lernen die Kinder am besten mit einer Drehgriffschaltung. Aber es gibt Unterschiede in der Bedienungsfreundlichkeit. Achten Sie auf einen leichtgängigen Drehgriff, mit dem sich die einzelnen Gänge zielsicher treffen lassen.
  9. Während Erwachsenenräder fast nur noch mit Scheibenbremsen ausgestattet sind, haben die Hersteller unsere Test­räder durchweg mit Felgenbremsen bestückt. Das ist auch empfehlenswert, denn eine gute V-Bremse ist deutlich besser als eine (nicht selten verbaute) schlechte Scheibenbremse – leichter und günstiger noch dazu.
  10. Als einziges Rad in unserer Auswahl hat das S‘COOL chix einen großen Kettenschutz. Die minimalistischen Kettenschutzringe an den restlichen Rädern schützen zwar das Kettenblatt vor Beschädigungen, nicht aber das Hosenbein vor Verschmutzung.
  11. Besonders gut gefallen hat uns die Steuer­einheit am Woom. Dank des Vario-Vorbaus kann der Lenker nicht nur höher gestellt, sondern auch die Sitzposition verlängert werden. Das Fahrrad wächst so ein Stück weit mit dem Kind mit.
  12. Ein (leicht auszutauschendes) Detail, das für den Komfort aber durchaus einflussreich ist, sind die Griffe. Beim S‘COOL E-Trox zum Beispiel sind sie ergonomisch geformt, bei den Wooms zusätzlich mit einem seitlichen Prallschutz ausgestattet.
  13. Auch bei den Pedalen lohnt es sich, genau hinzuschauen, denn sie sollen einen sicheren Tritt ermöglichen. Die an den Wooms montierten Pedale bieten diesbezüglich doppelt so viel Standfläche wie die am S‘COOL chix. Reflektoren gleich in drei Richtungen haben die Pedale am Puky.

Katharina Garus 

Weitere Tipps zur Anschaffung von Kinderfahrrädern finden Sie im Beitrag „Radfahren ist das größte für die Kleinen“.

fairkehr 5/2021

Auf dem Cover der fairkehr 5/2021 ist ein Mann in einem roten Overall zu sehen, der ein Lastenfahrrad voller Geschenke fährt.