fairkehr VCD-Magazin für Umwelt, Verkehr, Freizeit und Reisen

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Am blauen Himmel fliegt ein Flugzeug, dass Kondensstreifen hinterlässt.
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Das Atoll, dass zum Inselstaat Palau gehört, liegt mitten im Pazifik.
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Eine gelbe Lieferdrohne trägt ein Päckchen.
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Reise 5/2021

Unterwegs ins Slowenien

Nachhaltig mobil in Bled und Bohinj

fairkehr gibt Tipps für eine nachhaltige Mobilität im Urlaub in Bled und Bohinj in Slowenien.

Ein weißes Boot fährt über den Bohinjer See in Slowenien. Am Ufer steht eine weiße Kirche.
Foto: Mitja Sodja/Tourismus BohinjAuf den Seen in Bled und Bohinj (hier zu sehen der Bohinjer See) sind als einzige motorbetriebene Boote die elektrischen Fahrgastschiffe zugelassen. Ansonsten sind nur Segelboote und solche, die mit Muskelkraft bewegt werden, erlaubt.

Die beiden Orte Bled und Bohinj sind Mitglied im Zusammenschluss der Alpine Pearls. Hier haben sich 19 Urlaubsdestinationen in verschiedenen Alpenländern zusammengetan, die sich offensiv für eine sanfte, autoarme Mobilität bei sich vor Ort einsetzen. Jeder der 19 Mitgliedsorte garantiert den Urlauber*innen, dass sie auch ohne Auto gut mobil sein können, und macht dafür verschiedene Angebote. So auch die beiden slowenischen Perlen Bled und Bohinj.

Beide Orte bieten ihren Gästen die Julian Alps Card an. Die Karte gewährt nicht nur Ermäßigungen bei Sehenswürdigkeiten und in Restaurants, sondern vor allem auch viele Vergünstigungen im Mobilitätsbereich. In Bled beispielsweise können kostenlos Fahrräder gemietet werden, in Bohinj sind alle Busfahrten mit der Julian Alps Card umsonst. Das Tal geht sogar noch einen Schritt weiter: Gäste, die mit dem Zug anreisen oder für die Dauer ihres Aufenthalts ihre Autoschlüssel abgeben, bekommen die Karte günstiger.

Weil Bled und Bohinj bei Slowen*innen auch als Tagesausflugsorte beliebt sind, ist das Verkehrsaufkommen rund um die beiden Seen im Sommer besonders hoch. Beide Orte steuern gegen, indem sie kostengünstige Parkplätze an den Ortseingängen errichten und von dort regelmäßige Shuttleservices zum See anbieten. Je näher man dem See kommt, umso teurer werden die Parkplätze. Gleichzeitig ist das Bus- und Shuttlenetz gut ausgebaut und gut sichtbar. Auch für Radfahrer*innen wird viel getan. So hat Bohinj ein komplettes Netz an nur für Fahrräder freigegebenen Wegen, auf denen sich die wunderschöne Landschaft entspannt erradeln lässt. Bled hat kostenlose Fahrrad-Service-Säulen mit Luftpumpen und Werkzeug-Kits im Stadtgebiet verteilt.

Bled und Bohinj tragen auch die Auszeichnung „Slovenia Green Destination“, das heißt, sie setzen sich auch über die Mobilität hinaus für die Nachhaltigkeit ein. Das betrifft zum Beispiel Themen wie Müllvermeidung, aber auch die Einführung der Regional-Siegel „Bled Local Selection“ und „Bohinjsko/From Bohinj“, mit denen besondere regionale Produkte und  Dienstleistungen ausgezeichnet werden.

Weitere Informationen zu

fairkehr 5/2021

Auf dem Cover der fairkehr 5/2021 ist ein Mann in einem roten Overall zu sehen, der ein Lastenfahrrad voller Geschenke fährt.