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Auf dieser Montage ist eine Seilbahn in Bonn vor dem Hochhaus Posttower zu sehen.
Foto: Uta Linnert, iStock/Dikuch, Montage Marcus Gloger
Kinder spielen auf der Straße im autofreien Quartier in Köln-Nippes.
Foto: Nachbarn60 e. V.
Eine Carsharing-Station mit zwei Autos.
Foto: Manuela Meyer/cambio

Magazin 2/2018

Schweden

Öko-Abgabe auf Flugtickets

Seit dem ersten April müssen Flugreisende, die von einem schwedischen Flughafen aus starten, eine Umwelt-Abgabe zahlen.

Flugzeug im Anflug
Das Flugzeug der Scandinavian Airlines befindet sich im Anflug auf den Flughafen Stockholm-Arlanda. Wer zukünftig von hier abhebt, muss eine Umweltgebühr zahlen.

Die schwedischen Ökosteuern sollen der Umwelt zugute kommen. Abhängig von der Länge der geflogenen Strecke beträgt die Steuer zwischen 5,80 Euro und 38,80 Euro pro Ticket.

In einem Beitrag für die Tageszeitung „Dagens Nyheter“ schreibt Schwedens grüne Umweltministerin Isabelle Lövin, dass die Abgabe die Klimafolgen von Flugreisen minimieren solle, und verwies darauf, dass die Zahl der Flug­reisen der Schweden stark gestiegen sei. Von der Abgabe ausgenommen sind Kinder unter zwei Jahren, Flugpersonal und Reisende, die auf einem schwedischen Flughafen lediglich zwischenlanden. Laut einer Umfrage befürwortet etwas mehr als die Hälfte der Schweden die Flugsteuer. Die konservative Opposition kritisierte die Abgabe hingegen: Sie wollte stattdessen die Fluggesellschaften verpflichten, mehr sogenannte Biokraftstoffe zu tanken.

fairkehr 2/2018