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Magazin 2/2017

CO2-Emissionen im Verkehr steigen wieder

Die Umweltverbände VCD, BUND, DUH und NABU fordern schärfere CO2-Grenzwerte.

Der Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 im Verkehr ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Millionen Tonnen gestiegen. Das gab das Umweltbundesamt im März bekannt. Damit gefährdet der Verkehr die Klimaziele der Bundesregierung.

Da Autos für mehr als 60 Prozent der Emissionen im Bereich Verkehr verantwortlich sind, fordern die Umweltverbände VCD, BUND, Deutsche Umwelthilfe DUH und NABU strengere CO2-Grenzwerte für Pkw auf EU-Ebene: Ab 2025 sollen neu zugelassene Modelle im Schnitt nur noch 70 Gramm CO2 pro Kilometer (g/km) ausstoßen dürfen, ab 2030 zwischen 35 und 45 g/km. Durch die Verschärfung wollen die Verbände die Hersteller zum Umstieg auf Elektrofahrzeuge bewegen. Bislang hat die EU einen Grenzwert von 95 g/km ab 2020 beschlossen.

Im Klimaschutzplan 2050 hat sich die Bundesregierung das Etappenziel gesetzt, den CO2-Ausstoß des Verkehrs bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Aktuell liegen die Emission über denen von 1990. Zwar werden die Motoren immer effizienter. Diese Einsparungen werden aber dadurch mehr als aufgefressen, dass Autos immer schwerer und leistungsstärker werden und der Verkehr insgesamt zunimmt. „Um die mittelfristigen Klimaschutzziele zu erreichen, sind strengere CO2-Grenzwerte ein zentrales Element. Eine frühzeitige Entscheidung hilft auch der Industrie, sich rechtzeitig auf die geänderten Regeln einzustellen“, sagt VCD-Referent Michael Müller-Görnert. Um langfristige Klimaziele zu erreichen, helfe aber nur ein Technologiewechsel hin zu Elektroautos und die Verkehrsverlagerung auf Bus, Bahn und Fahrrad.

www.vcd.org/themen/auto-umwelt/co2-grenzwert

fairkehr 3/2019