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VCD aktiv 6/2016

Neuer Bundesvorsitzender für den VCD

Nach 14 Jahren im Amt übergibt Michael Ziesak den Staffelstab an Wasilis von Rauch.

Foto: VCDDer langjährige VCD-Bundesvorsitzende Michael Ziesak (links) kandidierte in diesem Jahr nicht mehr. Der Berliner Wasilis von Rauch wurde mit großer Mehrheit ins Amt gewählt.

Mit großer Mehrheit hat die Bundesdelegiertenversammlung des VCD Anfang November den
37-jährigen Wasilis von Rauch  zum neuen ehrenamtlichen Vorsitzenden gewählt. Der Berliner Diplom-Geograf und selbstständige Berater im Bereich Fahrradmobilität und Multimodalität übernimmt das Amt von Michael Ziesak, der den VCD 14 Jahre lang leitete und in diesem Jahr nicht mehr kandidierte.  

Weitere neue Impulse bekommt der VCD-Bundesvorstand durch die ebenfalls zum ersten Mal gewählten Vorstands-Mitglieder Thomas J. Mager aus dem Landesverband Baden-Württemberg, Paula Ruoff vom VCD Nordost sowie Kerstin Haarmann aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen. Im Amt bestätigt wurden Marion Laube, Ingrid Ahrens und Matthias Kurzeck (siehe auch Seite 32). Der Rechtsanwalt Andreas Hagenkötter trat nicht mehr zur Wahl an. Die VCD-Delegierten bereiteten dem langjährigen Vorsitzenden Ziesak, der seit 20 Jahren im Verein aktiv ist, einen herzlichen Abschied: mit Dankesreden, Geschenken und einem Foto-Rückblick auf die vergangenen zwei Jahrzehnte. Ziesak hat sich in seiner Amtszeit insbesondere für einen besseren und umweltverträglichen Güter- und Personenverkehr auf der Schiene sowie einen attraktiven ÖPNV eingesetzt. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Wiedereinführung der Bahncard 50, für die sich der VCD starkgemacht hatte, und die erfolgreiche Protestaktion gegen Kürzungen bei den Regionalisierungsmitteln, dem Geld vom Bund für den Nahverkehr in den Ländern. Ziesak brachte außerdem eine VCD-Studie zu einer zukunftsfähigen ÖPNV-Finanzierung auf den Weg (siehe auch Titelstrecke, Seite 16). Der 49-Jährige wird dem VCD mit seinem Fachwissen als Berater erhalten bleiben.

Erfolgreiche VCD-Aktionen

Die 90 Bundesdelegierten forderten auf ihrer Versammlung in Bad Herrenalb bei Karlsruhe die Bundesregierung auf, endlich klare Lösungen aufzuzeigen, wie der Verkehrsbereich zum Klimaschutz beitragen kann. Ein weiteres Aufschieben konkreter Maßnahmen helfe nicht.

Außerdem wurden auf der Bundesdelegiertenversammlung die Gewinner des VCD-Aktivenwettbewerbs ausgezeichnet. Alle Landes-, Kreis- und Ortsgruppen waren 2016 zum siebten Mal aufgerufen,  erfolgreiche Aktionen, Veranstaltungen oder Publikationen einzureichen, mit denen sie Menschen bewegt haben. Den ersten Platz bekam der VCD Minden-Lübbecke-Herford, der den Fahrradsommer Bad Oeynhausen organisiert hatte – mit Radtouren, Fahrtrainings und Filmabenden. Platz zwei gab die Jury dem Kreisverband Region Hannover für seinen Stadtteilspaziergang 60+. Gemeinsam mit älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen prüften die VCD-Aktiven, wie sicher diese in der Umgebung zu Fuß unterwegs sein können.  Den dritten Platz teilen sich der Kreisverband Rheinhessen und der Landesverband NRW. Der verteilte gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg 80000 aktualisierte VCD-Mobilitätsfibeln an Grundschüler. Der VCD Rheinhessen bekam den Preis für sein Wandertourenprogramm „Ohne Auto mobil“.

Kirsten Lange

Mehr über die Gewinner des VCD-Aktivenpreises erfahren Sie in den nächsten fairkehr-Ausgaben.

fairkehr 5/2019