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Service 4/2012

Kein Gramm zu viel

Die richtige Wanderausrüstung kann entscheidend sein für das Gelingen und den Spaß auf einer Tour.

Foto: Stefan SchwenkeWanderstöcke leisten beim Bergabgehen gute Dienste, geben Halt und entlasten die Knie – nicht nur wie hier in den Dolomiten.

Im Grunde brauchen Wanderer keine große Ausrüstung für eine Tour: Wanderschuhe, wetterfeste Jacke und ein Rucksack sind als Basisausstattung unverzichtbar. Damit kann es eigentlich schon losgehen.

Allerdings sind Wanderer immer zu hundert Prozent dem Wetter ausgesetzt. Es hängt bei der Wahl der Ausrüstung also sehr davon ab, wo man unterwegs ist und zu welcher Jahreszeit. Beim Kauf neuer Ausrüstung sollte man auch daran denken, wie lange die Tour dauert und wie häufig die Kleidung oder die technische Ausrüstung zum Einsatz kommt. Wer nur hin und wieder bei schönem Wetter sonntagnachmittags eine Wanderung unternimmt, kommt mit weniger aus als Menschen, denen das Wandern zur Leidenschaft geworden ist und die öfter über mehrere Tage oder vielleicht im Hochgebirge unterwegs sind.

Neuaustattung ab 500 Euro

Der Ausstattungsgrad, das hat der Deutsche Wanderverband in einer Studie herausgefunden, hat viel mit dem Lebensstil zu tun. Wer eine hohe Affinität zur Wanderszene hat, kritisch ist, anspruchsvoll und es sich leisten kann, ist schneller bereit, sich durch das Wanderprogramm der Outdoorausstatter zu kaufen.

Menschen dieser Gruppe möchten laut Studie neben Jacke, Rucksack und Schuhen nicht auf Wanderhosen und -hemden, spezielle Socken, Funktionsunterwäsche oder Wanderstöcke verzichten. Schließlich lässt sich vieles davon auch im Alltag tragen, beim Radfahren oder auf dem Weg zur Arbeit.

Wer sich komplett neu ausstattet, muss bei Markenartikeln mit insgesamt 500 bis 1000 Euro rechnen. Deshalb lohnt es sich, auf die Rabatte am Ende der Saison zu warten oder sich mit den Farben des Vorjahres zufrieden zu geben. Alles in allem werden in Deutschland Waren fürs Wandern im Wert von 3,7 Milliarden Euro gekauft.

Verstärkt auf jüngere Kunden gesetzt

Denn auch die Mode spielt zunehmend eine Rolle. Wer heute wandern geht, muss nicht mehr in sackigen Einheitshosen rumlaufen oder schon von weitem mit einer mehrfarbigen Outdoorjacke auf sich aufmerksam machen. Die Hersteller vermarkten ihre Jacken, Shirts und Co als Lifestyleprodukte und sprechen mit körpernahen, modischen Schnitten verstärkt eine jüngere Kundschaft an.

Vor allem haben sich die Materialien weiterentwickelt. Sie sind funktionsfähiger geworden und – das hat uns besonders beeindruckt – sie sind sehr leicht. Wer mehrere Tage mit Rucksack unterwegs ist, lernt das schnell zu schätzen. Auch die rucksacktauglichen Jacken haben an Gewicht verloren. Einige Hersteller haben ultraleichte Jacken im Programm, die kaum mehr wiegen als ein Handy. Alle Materialien sind atmungsaktiv und trocknen extrem schnell, sodass man nicht viele Teile zum Wechseln dabeihaben muss.

Riesiges Angebot, beispielhafte Empfehlungen

Die fairkehr-Redaktion hat sich auf dem Markt umgesehen nach extra leichter Wanderbekleidung und Rucksäcken, die sich für eine mehrtägige Tour in den Alpen oder im Mittelgebirge eignen. Wer auf Hütten oder im Hotel übernachtet, kann auf Zelt und Schlafsack verzichten.

Einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben wir selbstverständlich nicht, denn das Angebot ist rieisg. Wir stellen einige unserer Lieblingsstücke vor. Die meisten gibt es als Frauen- oder Herrenmodell. Sie zeigen exemplarisch, worauf man achten sollte, wenn man seinen Fundus auf Funktionsfähigkeit durchstöbert – oder wenn man einkaufen geht. Alles andere ist reine Geschmackssache.

Uta Linnert

fairkehr 3/2019