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Magazin 1/2010

Dicke Luft trotz Umweltzonen

Noch immer ist Stadtluft mit zu viel Feinstaub und Stickoxiden belastet.

Foto: H.-G. OedMehr frische Luft für Menschen und Bäume: In Deutschland gibt es seit Jahresbeginn insgesamt 40 Umweltzonen.

Trotz Umweltzonen und strengerer Regeln für Kaminöfen: Die Feinstaubkonzentration in deutschen Städten war nach Angaben des Umweltbundesamts auch 2009 zu hoch. An 23 der 408 Messstationen wurde der seit 2005 geltende Grenzwert überschritten. Noch schlechter sieht die Lage bei den Stickstoffdioxid-Emissionen (NO2) aus: Mehr als die Hälfte der Messstationen meldete 2009 einen Wert, der die seit Anfang dieses Jahres geltenden Grenzwerte von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschreitet. NO2 und Feinstaub stammen vor allem aus dem Straßenverkehr und den Schornsteinen von Fabriken und Privathäusern. Rußpartikel als gefährlichster Bestandteil von Feinstaub gelten als krebserregend. NO2 kann Kopfschmerzen, Schwindel und Atemnot auslösen und trägt zu Smog bei.

Um die Luftverschmutzung zu bekämpfen, haben Bonn, Münster, Osnabrück, Heidelberg, Freiburg und Pfinztal bei Karlsruhe zu Jahresbeginn Umweltzonen eingerichtet. Damit gibt es nun 40 Umweltzonen bundesweit. Um die neuen NO2-Grenzwerte einzuhalten, haben zudem Berlin, Hannover, Bremen und Frankfurt am Main ihre Umweltzonen verschärft. Autos mit roter Plakette dürfen nicht mehr in die Innenstädte, in Berlin und Hannover sind sogar nur noch Pkw mit grüner Plakette erlaubt.

Wer seinen Diesel mit einem Filter nachrüsten lässt, erhält noch bis Jahresende 330 Euro. Die Bundesregierung will mit der Verabschiedung ihres Haushalts im März die Förderung verlängern.

Beim UBA gibt es aktuelle Daten zur Luftqualität.

fairkehr 4/2019