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Titel 2/2009

„Kopf an“ mit Herz

In Bamberg, Dortmund, Halle/Saale und Karlsruhe wird die Kampagne 2009 umgesetzt. 94 Städte hatten sich beworben.

Fotos: Marcus GlogerAufbruch am Brandenburger Tor: die Bürgermeister Harald Ringler, Thomas Pohlack, Ulrich Sierau und Stadtrat Franz-Wilhelm Heller mit Staatssekretären und prominenten Kampagnenpatinnen.

Bamberg musste die Kampagne gewinnen, weil es die schönste Stadt der Welt ist“, lieferte Stadt­rat Franz-Wilhelm Heller beim Start­event in Berlin die Begründung dafür, dass er mit einem Lebkuchenherz um den Hals auf dem Podium seine Kommune repräsentieren durfte.

Das schöne Stadtbild hat die Jury allerdings nicht geleitet bei ihrer Entscheidung für die vier Siegerkommunen aus insgesamt 94 Bewerberstädten. Vielmehr war wichtig, welche Städte ihre Hausaufgaben in Sachen Wege, Abstellanlagen und politischer Wille bereits gemacht haben. Dort nämlich, so die Annahme der Jury, fällt die Kampagne auf fruchtbaren Boden und kann die größte Wirkung entfalten.

In Bamberg baut man seit 1994 das Radwegenetz nach Plan aus, hinzu kommen ein Programm zur Radverkehrsförderung von 2008 bis 2012 und ein „Aktionsplan Innenstadt“. Die Stadt will mit Hilfe der Imagekampagne einen Mentalitätswechsel in der Bevölkerung herbeiführen.

Dortmund ist mit knapp 600000 Einwohnern die größte Gewinnerstadt. Auch sie fördert seit über zehn Jahren den Radverkehr. Der Radverkehrsanteil konnte von drei auf zehn Prozent gesteigert werden. Die Kampagne soll dazu beitragen, dass er noch größer wird.

Halle an der Saale hat in den letzten Jahren viel in die Fahrrad-Infrastruktur investiert, aber kaum in die Kommunikation darüber. Diese Lücke schließt „Kopf an: Motor aus“.

Karlsruhe ist als ÖPNV-Vorzeigestadt bekannt. Mit einem 20-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs arbeitet die Stadt gezielt daran, Schwächen zu beseitigen. Erklärtes Ziel ist die Steigerung des Radanteils von 16 auf 23 Prozent bis 2015. Die Kampagne soll dabei helfen, diesen Anteil noch schneller zu erreichen.

Michael Adler

Eingerahmt von Astrid Klug, parlamentarische Staatsseketärin im Bundesumweltministerium, und ihrem Amtskollegen aus dem Bundesverkehrsministerium, Ulrich Kasparick: die Vertreter der vier Gewinnerkommunen.

fairkehr 5/2019