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Magazin 1/2019

VCD-Fußwegecheck

Sicher zur Haltestelle

Im bundesweiten Projekt „Zur Fuß zur Haltestelle“ will der VCD die Wege zu Haltestellen verbessern.

Nicht in allen Städten sind die Wege zur Bushaltestelle so breit wie hier in Berlin.

Ein dichter Bus- und Bahntakt allein bringt die Menschen nicht zum Ziel. Die Haltestellen müssen auch gut erreichbar sein: meistens zu Fuß. Der VCD deckt mit beispielhaften Fußverkehrschecks auf, was gut und was schlecht läuft auf dem täglichen Weg zum Bus- und Bahnhalt. Als Teil des Projekts „Zu Fuß zur Haltestelle“ prüfen VCD-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie -Aktive in mindestens fünf deutschen Städten Wege auf Sicherheit und Barrierefreiheit. Sie checken auch, wie einladend die Wege gestaltet sind und wie viel Orientierung sie bieten. Im Anschluss macht der VCD den Städten Vorschläge, was sich verbessern ließe.

„Als Ortsfremde ist es oft schwierig, den Weg zur Haltestelle zu finden“, sagt Jette, eine Studentin, die vor kurzem nach Berlin gezogen ist, beim Fußverkehrscheck mit dem VCD-Team. „Auch beim Aussteigen oder beim Umsteigen fällt die Orientierung schwer. Es müsste viel mehr Wegweiser geben.“ Ergebnis des Checks in Berlin: Oft fehlen sichere Querungen und Orientierungshilfen, um die Haltestellen herum gibt es viele Hindernisse, wie hohe Bordsteinkanten oder parkende Autos.

„Es geht uns mit unseren Checks auch darum, mehr Aufmerksamkeit für den Fußverkehr zu gewinnen“, sagt VCD-Projektleiter Philipp Kosok. „Zufußgehen ist existenzieller Bestandteil der meisten Wege mit Bus und Bahn. Die Verkehrswende gelingt nur mit fußgängerfreundlichen Städten und einem starken ÖPNV.“

fairkehr 5/2018