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Magazin 5/2012

Beim Cruisen schmusen

Ein Erfinder und ein Fahrradbauer vertreiben ein Rad zum Kuscheln.

Foto: www.cuddlebike.de/Jürgen RibbeckeFür Verliebte, Freunde und Verwandte: das Cuddlebike mit ­Sitzbank und Trittbrettern für zwei.

Das Cuddlebike (vom englischen Wort „cuddle“ = „umarmen, kuscheln“ abgeleitet) ist ein Fahrrad für zwei Personen, bei dem sich, anders als bei einem Tandem, die zweite Person an der vorderen mittels Umarmen festhält. So beschreibt Erfinder Jürgen Brömme aus dem brandenburgischen Wiesenburg sein Fahrrad für Nähe und Zweisamkeit.

Vor sechs Jahren erhielt Brömme ein Patent auf seine Kuschelrad-Idee. Seit Anfang 2012 ist der aktuelle Prototyp erhältlich. Konstruieren, vermarkten und vertreiben darf die Cuddlebikes der Fahrradhändler und -mechaniker Jürgen Ribbecke aus Dessau. Er hat Brömmes Ursprungsrad zum heutigen Modell weiterentwickelt. Ribbecke ist großer Kuschelfahrrad-Fan und überzeugt vom Erfolg der Idee. Wo immer er den Prototypen vorstelle und Probefahrten anbiete, seien die Leute begeistert. Touristen, junge Paare oder Menschen mit Behinderungen sind mögliche Zielgruppen.

Das Cuddlebike für zwei ist nicht größer als ein herkömmliches Stadtrad und lässt sich gut in Bus, Bahn oder Wohnwagen transportieren. Den Rahmen fertigt eine kleine Manufaktur in Sachsen-Anhalt, die höhenverstellbare, gepolsterte Sitzbank ein deutscher Sattlermeister. Ribbecke baut die Einzelteile anschließend zusammen. Das Zweisamkeitsfahrrad entsteht also in Handarbeit.

Das bedeutet: vier Wochen Lieferzeit nach Auftragsbestätigung. Der Preis liegt zurzeit bei 950 Euro. Sonderwünsche berücksichtigt Jürgen Ribbecke gegen Aufpreis. Seit April sind etwa zwei Handvoll Bestellungen eingegangen.
Größere Hersteller zu finden, die das Cuddlebike bauen, ist deshalb bislang schwierig. Jürgen Brömme glaubt aber, dass sich seine Idee durchsetzen wird. So sei das mit Erfindungen, sagt er. Erst würden sie belacht, dann bekämpft und am Ende kopiert.

Beratung und Verkauf: Jürgen Ribbecke, Tel.: (0340) 618456, info@ribbro.de

fairkehr 4/2016

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