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Magazin 3/2011

Umweltzonen wirken

Die strengeren Fahrverbote in der Berliner Umweltzone haben sich ausgezahlt und die Umweltzone in Hannover ist rechtmäßig.

Die strengeren Fahrverbote in der Berliner Umweltzone haben sich ausgezahlt: Nachdem die Stadt seit Anfang 2010 nur noch Fahrzeuge mit grüner Feinstaubplakette in das Gebiet innerhalb des S-Bahn-Rings lässt, ist dort der Dieselrußausstoß um die Hälfte zurückgegangen. Die Stickoxidemissionen nahmen um 20 Prozent ab.

Diese Zahlen präsentierte die Berliner Umweltsenatorin Karin Lompscher Mitte Mai. Auch wurde der Feinstaubgrenzwert an zehn Tagen weniger überschritten als im Vorjahr. Allerdings war die Feinstaubkonzentration bis Ende April immer noch an mehr als 30 Tagen zu hoch. Erlaubt sind 35 Tage.

Ebenfalls Mitte Mai bestätigte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg, dass die Umweltzone in Hannover rechtens ist. Zwei Bürger hatten, unterstützt vom ADAC, gegen die Umweltzone geklagt, die die niedersächsische Hauptstadt bereits Anfang 2008 einrichtete und 2010 – wie Berlin – verschärfte. Vor dem Verwaltungsgericht Hannover waren die Besitzerin eines 18 Jahre alten Autos und ein Unternehmer bereits gescheitert. Im Berufungsverfahren erklärte das OVG Lüneburg den Luftreinhalteplan der Stadt und damit die Umweltzone endgültig für geeignet, erforderlich und angemessen, um Schadstoffe in der Luft zu verringern.

fairkehr 2/2018

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