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Reise 1/2015

VCD-Standpunkt

Vorschläge für einen besseren Nachtzugverkehr

Der Nachtzug ist Teil des Fernverkehrs. Betriebswirtschaftlich wird er isoliert betrachtet, was unsinnig ist. Auch andere Zusatz-angebote wie DB Lounges, Service Points oder Speisewagen tragen sich nicht isoliert, werten aber den Fernverkehr auf. Viele Nachtzugkunden – besonders Geschäftsreisende – nehmen nach einer Anreise per Nachtzug auf der Rückfahrt nach dem Termin gerne den Tageszug. Die so entstehende Reisekette wäre ohne Nachtzug nicht mehr möglich.

Im Nahverkehr wurde in den vergangenen Jahren viel investiert – mit entsprechenden Fahrgastzuwächsen. Bei den Nachtzügen hat die DB AG viel zu lange nicht in neue Fahrzeuge investiert. Dadurch sind die Nachtzüge immer unattraktiver geworden. Dies nun als Grund für die Stilllegung zahlreicher Verbindungen anzugeben, ist wenig zielführend. Die Nachfrage nach einem zeitgemäßen Angebot ist vorhanden.

Das fordert der VCD von der DB

  • Die vorhandenen Wagen müssen saniert und modern gestaltet werden.
  • Das Angebot an 1- bis 2-Personen-Abteilen muss erweitert werden ­– als Alternative zu den 4er- und 6er-Liegewagen.
  • Die Preise müssen sich an der Nachfrage orientieren.
  • Der 29-Euro-Sparpreis muss sich auf Liegewagen und Ruhesessel beschränken.
  • Neue Angebote müssen getestet werden: An Intercitys, die nachts fahren, können Liege- und Schlafwagen angehängt werden, an die Nachtzüge Sitzwagen.

Das fordert der VCD von der Politik

Der VCD fordert die Länder der EU auf, Voraussetzungen für ein europaweites Nachtzugnetz zu schaffen.

  • Kostengünstige Trassenpreise müssen langfristig festgelegt werden. Dann haben Bahnunternehmen die nötige Planungssicherheit für Investitionen.
  • Nachtzüge müssen morgens überall in die Zielbahnhöfe einfahren dürfen.
  • Die Nachtzüge müssen an Staatsgrenzen durchfahren können. Dafür muss die EU den Abbau von technischen Hindernissen zwischen den nationalen Schienennetzen vorantreiben.

fairkehr 3/2016

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