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„Umweltmeisters“. Doch der Lack ist ab. Jetzt zeigt sich, dass die beiden großen Volksparteien in unserem Land Umweltpolitik immer nur als Industriepolitik im grünen Gewand begriffen haben. Zukunftsfähige Politik sähe anders aus. Angela Merkel sollte sich mutig mit Umweltkommissar Dimas verbünden. Sie sollte per europäischer Richtlinie deutlich machen, dass es auch für die deutsche Autoindustrie unvermeidlich ist, wirklich innovative Autos zu bauen. Und sie sollte Gewerkschaften und Industrie erklären, dass dies nur in ihrem Sinne ist. Sie sollte die Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel unterstützen und außerdem die Initiative für eine Kerosinsteuer ergreifen.
Mit mut- und einfallsloser Politik ist der Klimawandel nicht zu stoppen. Wo bleiben also die Politiker, die das Klimathema als Herausforderung annehmen, Unternehmer, die neu denken, oder Prominente, die als klimabewusste Vorbilder taugen? Bewerbungen nimmt die fairkehr-Redaktion gerne entgegen.
Einen schönen Frühling wünscht Ihnen Ihr
Interessanterweise folgt die Wirklichkeit dem Zeichen.
Frauen gehen in Deutschland rund 700 Meter pro Tag zu
Fuß, Männer nur etwa 200 Meter. Beides ist viel
zu wenig für das Lauftier Mensch, diagnostiziert der
Sportwissenschaftler Ingo Froböse im
fairkehr-Interview. Der aufrechte Gang erfordere vom
Menschen eine starke Muskulatur, um den Körper im Raum
zu stabilisieren. Je weniger wir diese Muskeln trainierten,
desto beschwerlicher werde jeder Schritt –
Rückenprobleme, Arthrose und Stoffwechselkrankheiten
inklusive.
Obwohl die gesundheitlichen und sozialen Segnungen des
Zu-Fuß-Gehens auf der Hand liegen, tun Verkehrsplaner
und Autolobby fast alles, um Fußgänger
buchstäblich an die Wand zu drücken.
Geplant wird eine Straße vom Mittelstreifen her.
Viel Platz ist für das Fahren mit breiten Autos
reserviert. Am Fahrbahnrand müssen die
Riesengefährte Parkraum finden, danach folgt
gelegentlich ein Fahrradweg und was dann noch übrig
bleibt, muss für die Fußgänger reichen. Seit
1972 gelten offiziell 1,5 Meter Breite als ausreichend
für das, was der Volksmund immer noch großspurig
„Bürgersteig“ nennt.

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