|
Vielfältige Apfelsorten könnten über
deutsche Ladentheken wandern. In den Supermärkten
finden sich jedoch in der Regel nur die üblichen
Verdächtigen wie Granny Smith, Golden Delicious oder
Braeburn – und zwar das ganze Jahr über.
Ökobewusste Esser kaufen gerne Äpfeln mit
Bio-Siegel und glauben sich und der Umwelt damit etwas
Gutes zu tun. Dabei stammen Bio-Äpfel im Supermarkt
oft ebenso aus Chile oder Neuseeland und haben bereits
etliche Tage und tausende von Kilometern hinter sich,
bevor sie in den Regalen landen.
Stefanie Böge, einigen fairkehr-Lesern vielleicht
noch durch die „Wege eines Erdbeerjoghurts“
bekannt, hat in ihrer Promotion den Werdegang des Apfels,
vom saisonalen Obst aus dem eigenen Garten bis zur
allzeit verfügbaren Massenware im Supermarkt
verfolgt. Durchgesetzt haben sich bestimmte Sorten
besonders deshalb, weil sie die Vorgaben des Handels
erfüllten und sich für den industriellen Anbau
eigneten. Stefanie Böges spannender Reisebericht des
Apfels zeigt auch den Wandel der Wertigkeit einer solchen
Frucht und seine Abhängigkeit vom Zeitgeschmack.
Stefanie Böge: Äpfel
– Vom Paradies bis zur Verführung im
Supermarkt, Dortmunder Vertrieb für Bau- und
Planungsliteratur, Dortmund 2003, 259 S., 22,50 Euro.
Bestellen unter: www.dortmunder-vertrieb.de, Tel.: (0231)
146565
|