Wälder, Wiesen, Täler und Berge sind wichtige Erholungsräume für den Menschen. Gleichzeitig leben dort viele Pflanzen und Tiere, auf die Radfahrer und Wanderer Rücksicht nehmen müssen. Ein paar Regeln helfen die Natur zu schonen, damit auch die nächsten Generationen intakte Landschaften mit dem Fahrrad entdecken können:
- Markierte Wege nicht verlassen: Wer die Strecke zu leicht findet, sollte sich nach schwierigeren Routen erkundigen. Querfeldein-Fahrer schrecken das Wild auf und zerstören empfindliche Lebensräume wie Quellgebiete oder Moore.
- Abfälle und Essensreste gehören in den Mülleimer zu Hause. Tüten, Dosen oder Glas sind tödliche Fallen für Eichhörnchen, Rehe und Co.
- Lärm vermeiden
- Keine Bremsspuren erzeugen wegen der Erosionsgefahr
- Autofahrer sollten nur auf den vorgesehenen Parkplätzen parken. Umweltfreundlicher ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In vielen Regionen fährt das Rad sogar kostenlos mit.
- Rücksichtnahme auf andere Radler und Wanderer ist selbstverständlich. Ein freundlicher Gruß wirkt oft Wunder. Mehr über Strategien zur Bewältigung der Konflikte zwischen Wanderern und Radfahrern in: Dokumentation „Konflikte und Kooperationen im Wander-/ Radwanderbereich“, AUbE (Hrsg.), 2002, 9 Euro, Tel. (0521) 61370
Vorzeigeregion Frankenwald:
Das Mountainbike-Wegenetz im Naturpark Frankenwald bietet über 300 Kilometer und 8000 Höhenmeter für Aktivurlauber und Naturbiker. Naturschützer, Touristiker, Wandervereine und Mountainbiker haben sich bei der Entwicklung an einen Tisch gesetzt. „Wenn sich die unterschiedlichen Interessensvertreter schon im Vorfeld auseinandersetzen, gewinnt letztendlich jeder“, sagt Michael Pütsch vom Bundesamt für Naturschutz. „Tiere gewöhnen sich in den ausgewiesenen Gebieten recht gut an die schnellen Radler. Auûerdem reduzieren attraktive Radstrecken das Querfeldeinfahren und schützen somit empfindliche Lebensräume“, erklärt Pütsch. Im Frankenwald kann der Mountainbiker zwischen zwei Wegenetzen pendeln: Das erste befindet sich in der Rennsteigregion, entlang des berühmten Wanderwegs, und führt teils vorbei am „Grünen Band“, dem ehemaligen Grenzstreifen. Das zweite Wegenetz liegt am Döbraberg, der mit knapp 800 Metern höchsten Erhebung des fränkischen Mittelgebirges. Für die Übernachtung ist auch bestens gesorgt: Viele Gasthäuser haben sich als „radlerfreundliche Unterkunft“ qualifiziert, bei der die Buchung auch für eine Nacht zuschlagfrei möglich ist.
Infos und Karten: Frankenwald Tourismus Service Center, Tel.: (01805) 366398 (0,12 EUR/min),
www.frankenwald-tourismus.de
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